siliciumdichlorid

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 1. Einleitung                

 2. Synthese von
Si(2) Halogeniden
   

 3. Synthese v. Alkylchlorsilanen    

 4. Mischpolymerisat von PolySiCl und -bromiden

 5. Silicium(2)Verb. als Silylen-Quelle

 6. Bildung v. Carbosilanketten

 7. Mischpolymeris. v. Eten und Si(4)

 8. Nachtr. Einbau von Si-Radikalen

 9. Zusammenfassung
u. Ausblick

 10. Quellennachweis  
                                                                      

Synthese von Si(2) Verbindungen

 

 

Siliciumkristalle werden in Flüssigkeiten, wie Tetrachlormethan, Tetrachlorsilan durch Einleiten von Chlorgas aufgelöst.

In Tetramethoxysilan werden Si-Kristalle durch Methanol aufgelöst.

In Paraffinöl werden Siliciumkristalle mit Ethylchlorid aufgelöst.

Zunächst entstehen Oberflächenverbindungen des 1-wertigen Siliciums. Sobald Si(2)Verbindungen in ausreichender Konzentration zugegen sind, werden fortlaufend weitere Si(2)Verbindungen gebildet, die sich im flüssigen Reaktionsmedium lösen.

 

Somit ist Silicium-di-chlorid,

synthetisiert aus den beiden Elementen, zum leicht zugänglichen Reaktionsprodukt geworden, das nach Abdampfen des flüssigen Reaktionsmediums zurückbleibende Si(2)chlorid ist überraschend thermisch bis 150ºC stabil. Es disproportioniert erst oberhalb von 180ºC unter Bildung von elementarem Silicium als Siliciumspiegel.

 

           2 SiCl2 → Si + SiCl4

 

Silicium(2)chlorid reagiert im Temperaturbereich 200 – 300ºC mit Olefinen ohne Siliciumabscheidung. Bei thermischem Zerfall in KW-Lösungen entstehen freie Silylene, echte Biradikale  
   
                                          
Cl

                                          ▪Si ▪

                                           Cl

 

In Lösungen stellen Si(2)Verbindungen einen stabilen Silylenvorrat dar, der bei Ausschluss von Luft unbegrenzt lagerfähig ist.

Silicium(2)chlorid gehört in die Klasse der Polysiliciumhalogenide.

 

 

 

Mischpolymerisation von Olefinen mit Polysiliciumhalogeniden

 

Reaktionen am Si(2)chlorid mit Alkyl-aluminiumhalogeniden als Katalysator mit Olefinen führen im Temperaturbereich 20º-100ºC zu Si-Olefin-Mischpolymerisaten von hohen bis sehr hohen Molgewichten.

 

Si(2)Verbindungen bilden somit mit Aluminium-alkyl-verbindungen eine neue Art von Mischkatalysatoren zur Ethylen- und Propylenpolymerisation ohne Titan (Übergangsmetallverbindung) als Cokatalysator.

                  Es sind Kunststoffe mit Carbosilankette.

 

(SiCl2)n übernimmt hier die Wirkung von TiCl4, TiCl3 im ZIEGLER-Katalysator. Somit stellt das Siliciumdichlorid zum einen die Katalysatorkomponente und zum anderen eine Mischungspolymerisatkomponente dar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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